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Jubilare Bezirksverein Aachener Presse

 

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Gleich zwei Jubilaren, die bereits seit vier Jahrzehnten mit dem DJV verbandelt sind, durfte der Vorstand des „Bezirksvereins Aachener Presse“ im Deutschen Journalistenverband in diesem Jahr die Ehrennadel des Verbands ans Revers heften. Dies waren zum einen Hubert vom Venn, der derzeitige Vorsitzender des Aachener Bezirksverband, Journalist, Autor und Kabarettist, sowie Berthold Fischer, langjähriger Redakteur und zuletzt Chefredakteur der „KirchenZeitung für das Bistum Aachen“.
Hubert vom Venn ehrten die Kollegen – ganz stilecht und so pragmatisch wie der Jubilar selbst es ist – am Ende einer Vorstandssitzung. Langeweile gibt es in seinem journalistischen und künstlerischen Berufsleben nicht. Hubert vom Venn war noch minderjährig, als er bei der damaligen „Aachener Volkszeitung“ die Ausbildung zum Journalisten begann. Sieben Jahre arbeitete er danach als Redakteur, ehe er das Medium wechselte und zum Hörfunk ging. Er arbeitete für „Radio Luxemburg“ sowie als Moderator für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) und den Belgischen Rundfunk. Als Pressesprecher war er beim damaligen WWF des WDR für die Rocksendung „Musik-Convoy“ und die Serie „Losberg“ tätig. Als Drehbuchautor arbeitete er für „Sender Frikadelle“ (WWF), „Hurra Deutschland“, „Tutti Frutti“ und „Samstag Nacht“ (RTL). Fast zwanzig Jahre leitete er ein Kleinkunst-Theater in seiner Eifler Heimat und veröffentlichte als Autor bisher 20 Romane, Krimis und Kurzgeschichten-Sammlungen über die Eifel. Für die wirbt er auch auf der Kleinkunstbühne höchst erfolgreich. „Doch als Kabarettist hat er sein Scherflein dazu beigetragen, dass die Eifel heute eher eine modische Geisteshaltung als eine geografische Bezeichnung ist.“, schrieb Werner Breuer in den „Aachener Nachrichten“ über ihn.Seit 2010 ist mit dem Gewerkschaftsvorsitzenden des „Bezirksverein Aachener Presse“ ein weiterer Job dazugekommen, den er mit viel Engagement ausübt.

Auch die Ehrung von Berthold Fischer erfolgte auf Wunsch des Jubilars im kleinen Rahmen bei ihm zuhause. Sein Berufs- und Journalistenleben war von Anfang an kirchlich geprägt. Nach dem Studium in Bonn, das er mit einem Diplom in Katholischer Theologie (1971) und dem Staatsexamen in Geschichte (1973) abschloss, absolvierte er sein Volontariat bei der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) in Bonn. Hier trat er auch seine erste Redakteursstelle bis 1977 an. Es folgten zwei Jahre als verantwortlicher Redakteur des Kolpingblattes und Sprecher des Deutschen Zentralverbandes des Internationalen Kolpingwerkes in Köln. Danach wurde er der kirchlichen Presse für eine Weile untreu. Er war einige Jahre als Nachrichtenredakteur bei der „Kölnischen Rundschau“ tätig, ehe es in im Herbst 1983 nach Aachen verschlug. Hier war er als Redakteur der Eltern- und Familienzeitschrift „Leben und Erziehen“ tätig. Als diese an den Weltbildverlag in Augsburg verkauft wurde, wechselte Berthold Fischer 1991 zur im Einhardverlag erscheinenden „KirchenZeitung für das Bistum Aachen“. Hier war er zunächst viele Jahre stellvertretender Chefredakteur, ehe er 2004 schließlich selbst als Chefredakteur die Leitung der Redaktion übernahm. 2011 hängte er beruflich den Stift an den Nagel und genießt seitdem in Altersteilzeit seinen Unruhestand.

50 Jahre Mitglied im DJV ist Josef Schaffrath, ehemalige „Chef vom Dienst“ bei der Aachener Zeitung.

Berthold Fischer wurde von Vorstandsmitglied Andrea Thomas ausgezeichnet, Hubert von Venn durch Jörg Peters.